Bin seit langer Zeit mal wider auf deutsche-startups.de zufällig gelandet und hab dort einen Artikel zu dem neuen startup “iquarius” gefunden. Da ich mich seit ein paar Monaten intensiver mit der Silver Economy beschäftige und mit diesem Blog (bald untwe www.silver-economy.info) mich in das Thema einarbeiten will, möge man mir meine möglichen falschen Schlüsse nicht zu doll ankreiden…
Nach Aussage der Betreiber will “iquarius” die sogenannten “Silver Surver” erreichen:
Immer mehr ältere Menschen entdecken das Internet. Noch gibt es aber nur wenige digitale Anlaufstellen für die sogenannten Silver Surfer. Florian Wagner, Chef der Strategieagentur Licennium, und Carsten Pasternack, selbstständiger Berater für Online-Marketing, wollen älteren Semestern nun mit iquarius eine neue Cyber-Heimat bieten. Über die brandneue Community sollen die Mitglieder “Menschen finden, die ihre Interessen teilen”. “iquarius.de macht die intelligente Vernetzung von Menschen möglich, die sich vom traditionellen älter sein verabschieden wollen”…
Neben dem Suchen und Finden von Menschen mit ähnlichen Interessen können die Mitglieder bei iquarius auch nach Reise- oder Wohnpartnern suchen und eine eigenen Chronik anlegen. In dieser Chronik kann jeder Nutzer Momente und Erlebnisse seines Lebens festhalten. Wobei jeder User selbst bestimmen kann, wer welche Inhalte abrufen kann. Die Grundfunktionen der Community sind kostenlos. Für vier Euro im Monat können registrierte Mitglieder außerdem eine Reihe von Sonderfunktionen – wie “die Gruppenbildung oder die gezieltere Suche nach neuen, ehrenamtlichen Herausforderungen” – nutzen. Zu guter Letzt sind für zahlungswillige User “besondere Angebote von ausgewählten Partnern” geplant.
deutsche-startups.de
Momentan scheint es voll “hip”, “in” bla … zu sein auch für die älteren Surver Communities und Portale zu bauen und es so hinstellen, als ob man das Rad neu erfunden hat. In Wirklichkeit geht es wahrscheinlich den meisten Unternehmern und Gründern eher darum schnelles Geld machen. Ich denke die Motive für das Interesse an den Silver Surfern“ sind am ehesten mit der Web 2.0 Euphorie von Investoren zu erklären, als dass die Gründer sich für die Zielgruppe interessieren. Vergleicht man den vorhandenen Content von Platinnetz, iquarius und Feierabend.de so muss ich sagen, dass mir Feierabend.de am besten gefällt. Der Grund dafür ist, dass sie meines Wissens nach keine Kopien von Vorhandenen Ideen gemacht haben, sondern sich ihren Content über viele Jahre aufgebaut haben und dadurch einen treuen und aktiven User-Kreis bekommen haben, die auch bleiben nach dem die erste Neugier verflogen ist. Meiner Meinung, werden sich langfristig nur die Anbieter behaupten können, die über Jahre hinweg guten Inhalt liefern werden und das kann meinem Erachten nach, zurzeit nur Feierabend.de. Mit den Regionalgruppen haben sie außerdem hinbekommen „realitätsnahes Internet” (erinnert mich ganz wenig an O’Reilly Gedanken zum web 3.0) zu schaffen. Da müssen die “Aufgestylten” und „alles besser machen wollenden“ noch einiges aufholen.
Mehr dazu findet ihr auch bei dem neuen Blog-Papst Robert Basic unter Silversurfer: dürfen nun auch kuscheln